Medienhaus - Bauhaus-Universität Weimar Medienhaus - Bauhaus-Universität Weimar Medienhaus - Bauhaus-Universität Weimar Medienhaus - Bauhaus-Universität Weimar

Medienhaus - Bauhaus-Universität Weimar / Media House - Bauhaus Univerisity Weimar

Projektart / Project type
Planung, Realisierung

Bauherr / Client
Freistaat Thüringen

Architekten / Architects
POHL Architekten


Planung & Bauzeit
1999 - 2002

Bruttogeschossfläche in m² / Gross floor area in m²
3.050

Adresse / Adress
Konrad-Zuse-Medienhaus
Steubenstraße 6a
99423 Weimar


Abbildungen / Images
Fotos: Michael Miltzow


Medienhaus - Deutsch Medienhaus - Englisch

Ein Gebäude der ehemaligen Stadtbrauerei Weimar im Zentrum von Weimar wurde zum Rechenzentrum der Universität und Sitz der Fakultät Medien umgebaut. Der Bestand steht unter Denkmal-schutz und tritt als viergeschossiges Gebäude in Klinkermauerwerk stark in Erscheinung, an der Brauhausgasse aufwendig verziert, auf der Innenhof-seite des Brauhausareals einfach und funktional. Die Hoffassade erhielt eine neue, eine zweite Haut. Vor die bestehenden Ziegelfassade, die in ihrer über Jahrzehnte gewachsenen Patina erhalten werden sollte, wurde eine Glasfassade gestellt. Die alte Ziegelfassade der Hofseite wurde nur grob von Baustoffresten gereinigt, alte Einbauteile für Maschinen, Flaschenzüge wurden belassen. Somit bleibt die ehemalige Nutzung des Gebäudes ablesbar, erlebbar. Der Zwischenraum zwischen alter Ziegelfassade und neuer Glasfassade nimmt die neue Haupterschließung des Gebäudes auf, Haupttreppenhaus, Fluchttreppenhaus und Aufzug sind vorgestellt. Medienhaus wurde innenräumlich bleiben die bestehen-den Tragstrukturen erlebbar und der Umbauaufwand wird verringert, die Geschichte des Hauses wird respektiert und bleibt sichtbar, in Struktur und in Details. Durch die ergänzte außenliegende Erschließung konnte das Innenleben des Hauses mit Gußstützen und Kapitellen, Kappendecken und die Hänge-Sprengwerk-Konstruktion des Daches erhalten werden. Der vorgeschaltete gläserne Klimapuffer mit seiner Filigranität und Transparenz hat auf die Gebäude-Energiebilanz positiven Einfluß, da geringere Wärmeverluste im Frühjahr, Herbst und Winter Einsparungen in den Nutzungskosten zu Folge haben. Die Glashaut bestehend aus fest-verglasten Bereichen und Glaslamellen zur Be- und Entlüftung und ist an einer „aufgelösten“ Stahlkonstruktion befestigt. Wärmeschutzglas verhindert eine übermäßige Erhitzung der Luft im Zwischenbereich. Bauphysikalisch wirkt die Fassade als Aufwindfassade, die ausschließlich über die Abwärme des Serversaales beheizt wird.

A building that was once part of the former brewery in the city center of Weimar was reconceived as a computing center for the Bauhaus University to house the Faculty of Media. The pre-existing building is a 4-story brick structure under historic preservation and presents two very different faces. On the street facing side, the building appears very richly decorated and adorned; on the courtyard-facing side, it appears functional and simple. On this façade the building receives a new layer, a second skin. In front of the existing brick façade, which has obtained a growing patina over the decades, a new glass façade is constructed. The brick facade was only minimally cleared of old, leftover materials; old parts of machines and hoists were kept, allowing the former use of the building to be discernible and experiential. The interstitial space between the old façade and the new glass façade houses the main circulation corridors for the building; a main stairway, emergency stairs, and elevator were introduced as well. The interior spaces of media center were preserved in their former appearance, characterized by exposed structural members, allowing the renovation costs to be reduced and the history of the building to be respected and visible in the structure and the details. Thanks to the added exterior circulation space, the interior life of the building with its cast and poured columns and capitals, vaulted ceilings, and roof truss could be retained. The new, glazed temperature-buffer zone with its delicateness and transparency has a positive influence on the energy budget for the building, providing better heat retention in spring, fall, and winter and savings in the cost of use. The glass skin consists of both sealed panels and movable glass lamellas for natural air ventilation and is framed by a “minimal” steel structure. Heat protection glass hinders excessive overheating of the air in the interstitial space. Ultimately, the façade functions as an updraft façade that is exclusively heated by the heat emission from the server rooms.

Medienhaus - Bauhaus-Universität Weimar

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